Divestment auf der Überholspur

Die globale Bewegung für Divestment aus fossilen Brennstoffen hat sich seit September 2015 verdoppelt. Dies geht aus einem neuen Bericht hervor, der am 12. Dezember ...

Markus Keller

Dez. 13, 2016


12. Dezember - genau ein Jahr nach dem Pariser Klimaschutzabkommen - veröffentlicht wurde. Weltweit haben sich bis heute 688 Institutionen in 76 Ländern zum Abzug von Geldanlagen in Kohle, Öl und Gas verpflichtet, was einem Gesamtwert von 5 Billionen Franken oder 5000 Milliarden an verwaltetem Vermögen entspricht.

Das muss man erst einmal auf sich wirken lassen. Was in Form von einigen wenigen Kampagnen an Universitäten begann, hat sich zu einer globalen Bewegung entwickelt, die jeden Bereich der Gesellschaft durchdringt und die Kohle-, Öl- und Gasindustrie in nie dagewesenem Ausmaß in die Defensive drängt. Verpflichtungen für Divestment und Kampagnen gegen fossile Brennstoffe kommen von allen möglichen Arten von Akteuren: Universitäten, Städten, Rentenfonds, Pensionskassen, religiösen Organisationen, Stiftungen, der Versicherungsbranche, kulturellen Einrichtungen usw.

Doch viele Institutionen reagieren einfach zu langsam oder gar nicht - gerade auch in der Schweit. Daher hat die Bewegung ein neues Ziel in Aussicht: Im Mai 2017 wird wieder auf der ganzen Welt mobilisiert werden. Die Auswirkungen der Kohle-, Öl- und Gasindustrie werden im Rampenlicht stehen und bei Regierungen und Institutionen die Forderung nach Divestment verstärkt.

Haltet euch jetzt den 5.-13. Mai für eine globale Divestment-Mobilisierung frei.

Angesichts der verheerenden Folgen des Klimawandels für unseren Planeten ist es wichtiger denn je, dass wir die moralische Dringlichkeit zum Divestment aus fossilen Brennstoffen wieder in den Fokus rücken und dass unsere Institutionen der Kohle-, Öl- und Gasindustrie den Rücken kehren.

Globalen Divestment Report 2016