Fossil-free.ch führt gemeinsam mit interessierten Hochschulen eine Kampagne für Divestment und nachhaltige Invesititonen in Schweizer Hochschulen durch. Wie auch in anderen Ländern erachten wir die Hochschulen als essentiell in einer nationalen Divestment Kampagne, da sie Zentren des gesellschaftlichen Fortschritts und Sprachrohr für die Jugend sind. Wir wenden uns sowohl direkt an die Rektorate, suchen aber auch die Zusammenarbeit mit studentischen Organisationen. Gleichzeitig wollen wir Studierende und Professoren für das Thema Divestment sensibilisieren. 

 

Die Klimawissenschaft und die UNO sind sich einig: Die CO2-Emissionen müssen umgehend gesenkt werden, damit eine Klimakatastrophe verhindert werden kann. Dabei spielt die Finanzindustrie eine zentrale Rolle bei der Senkung von CO2-Emissionen: Banken, Pensionskassen und Versicherungen entscheiden, ob Geld in das Problem fliesst oder in die Lösung.

 

Willst Du wissen, wie die grössten Schweizer Investoren handeln? Stelle deine Fragen jetzt per E-Mail an UBS, Credit Suisse, Nationalbank, SUVA, AHV, Publica und Swiss Re und fordere die grössten Investoren zum Handeln auf.

 

Hier geht es direkt zur Kampagne: Mein Geld ist sauber

PUBLICA ist eine der grössten öffentlichen Pensionskassen der Schweiz. Sie fasst 21 kleinere Pensionskassen zusammen, zum Beispiel die Pensionskasse des Bundes oder die der ETH. Das von ihr verwaltete Kapital beträgt über 40 Milliarden Franken. Als institutioneller Anleger hat PUBLICA im Bereich Ethik und Nachhaltigkeit eine Vorbildfunktion.

 

Wir stehen momentan im Dialog mit der PUBLICA, um Antworten auf folgende Fragen zu bekommen:

  • 1. Wird die Publica Investitionen aus der fossilen Energie-Industrie abziehen?
  • 2. Falls sich die Verantwortlichen der Publica nicht dafür entscheiden, sich finanziell von der fossilen Energie-Industrie zu lösen, werden sie die Reduktion der Investitionen in dieser Branche erwägen?
  • 3. Gibt es Pläne, dass die Publica ihre Investitionen in den Wachstumsmarkt “CO2-arme Wirtschaft” verstärken will?

 

Wir möchte, dass sich die Publica dafür entscheidet, über die nächsten fünf Jahre alle Investitionen aus der fossilen Energie-Industrie abzuziehen und ab sofort keine neuen Investitionen in dieser Branche zu tätigen.

 

Wir möchten, dass die Publica ein Zeichen für alle schweizerischen Pensionskassen und sich für eine zukunftsfähige Anlagestrategie entscheidet. Auch wenn sich die Publica nach der “Deep Water Horizon” Katastrophe im Golf von Mexiko in 2010 entschloss von der Offshore-Bohr-Firma “Transocean” (mit Domizil in der Schweiz) zu desinvestieren, ist es dennoch nicht genug um das Klimaziel von 1.5°C zu erreichen. Das grösste Risiko für Investoren besteht darin, nichts zu tun.

Die Zahl der Kirchen, Hilfswerke und anderer Investoren, die sich entscheiden, ihre Gelder aus Unternehmen abzuziehen, die fossile Brennstoffe fördern oder vertreiben, nimmt stark zu. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Arabella Advisors verwalten diese Investoren insgesamt über 2’600 Milliarden US-Dollar. Dieser Betrag ist innerhalb eines Jahres um das Fünfzigfache gestiegen. 

 

Durch öffentliches Divestment können Glaubensgemeinschaften, Kirchen und engagierte Einzelne die Legitimation der Geschäftsstrategie und der politischen Macht der fossilen Brennstoffindustrie in Frage stellen. 

 

Wir wollen Glaubensgemeinschaften von der Divestment Idee überzeugen. Zu diesem Zweck haben wir ein Argumentarium erarbeitet, das die Vor- und Nachteile von Shareholder Engagement und Divestment herausstreicht. 

 

Das Argumentarium kannst du hier lesen 

Argumentarium Shareholder Engagement versus Divestment (3,6 MB)

Bericht zur Veranstaltung 

„Zukunftsfähig werden vor Ort: Energiestrategie 2050 und die Rolle der Kirchen" (553,7 KB)

 

Divestment ist in den letzten Monaten und Jahren zu einem wichtigen Thema der Weltwirtschaft geworden. Es gibt etliche Kampagnen, die sich für Divestment einsetzen. Dabei geht es um die grössten börsendotierte Unternehmen, die den Grossteil der bekannten Kohle-, Öl- und Gasreserven besitzen. Die Forderungen, die an diese Unternehmen gestellt werden, sind einleuchtend, da sie die anerkannten Fakten der Klimawissenschaften wiederspiegeln:  

 

1. Sie müssen umgehend aufhören, neue Kohlenstoffquellen zu suchen.

2. Sie müssen ihre Lobby-Arbeit, die darauf abzielt, ihre Sonderbehandlung beizubehalten, einstellen (z.B. keine CO2 Steuer zu zahlen).

3. Und am wichtigsten: Sie müssen sich verpflichten, 80% der bekannten, noch in der Erde befindlichen Reserven dort zu belassen.

 

Mehr Infos findet ihr hier Weltweite Divestmentkampagnen